Bemba erkennt Wahlniederlage an

November 29, 2006

Der ehemalige Rebellenführer und Herausforderer Jean-Pierre Bemba hat die seine Niederlage in den Präsidentschaftwahlen offiziell anerkannt.
Er bleibe dennoch bei seinen Vorwürfen gegen Präsident Joseph Kabila, dessen Sieg am Montag vom Obersten Gericht bestätigt wurde.
Bemba werde an einer starken Opposition zum Wolhe des Landes arbeiten, erklärte er in seiner Stellungnahme.
Internationale Beobachter sprachen von insgesamt rechtsgültigen Wahlen.
Das Gericht bestätigte die vorläufigen Ergebnisse der unabhängigen Wahlkommission, nach der Kabila auf 58% der Stimmen kommt und Bemba auf 42%.
Kabila bleibt damit im Amt, daß er nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 2001 ohne Abstimmung übernommen hatte.
In der letzten Woche protestierten Anhänger Bembas in Kinshasa gegen das Ergebnis. Dabei wurde das Gebäude des Obersten Gerichts in Brand gesetzt.
Die Truppen des Herausforderers wurde daraufhin aus der Hauptstadt verbannt, die als Hochburg Bembas gilt.

Kongo Wahl Verteilung

Bildquelle: BBC

Die Wahlergebnisse zeigen eine Teilung des Landes in beide Lager, der Westen, in dem Lingala gesprochen wird, steht auf Bembas Seite, während sich Kabila im Swahili-sprachigen Osten durchsetzen konnte.
Die amerikanische Organisation Carter Center, die die Wahlen beaufsichtigte, teilte mit, daß auf beien Seiten Versuche der Manipulation stattgefunden haben.

Die Präsidentschaftswahlen sollen dem Bürgerkrieg ein Ende setzen, der seit 2001 das Land verwüstete und insgesamt 4 Millionen Opfer forderte.

Die Wahlen waren Teil eines Friedensabkommens, das 2002 verhandelt wurde und insgesamt neun verschiedene Armeen und Bürgerkriegsparteien miteinbezog.

Durch das Abkommen sollten die Rebellen in die kongolesische Armee integriert werden, aber die Entwicklung findet nur langsam statt. Drei frühere Rebellenführer haben große eigene Schutztruppen behalten.

DIe weltweit größte UN-Schutztruppe – 17.000 Soldaten – bewacht den Friedensprozeß in dem Land.

Quelle: BBC

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Kabila gewinnt Stichwahl

November 29, 2006

 

Das höchste Gericht der Demokratischen Republik Kongo hat den bisherigen Amtsinhaber Joseph Kabila in seinem Amt bestätigt.
Das Gericht wies eine Klage des Herausforderers Jean-Pierre Bemba zurück, der das Ergebnis anzweifelte.
Das Wahlkomitee bestätigte die vorläufige Auszählung der Stichwahl als gültig, nach der Kabila 58.05 % erreichte.

Es waren die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit 1960. Nach Beurteilung internationaler Beobachter sind die Wahlen, abgesehen von kleineren Störungen, in gültiger Weise verlaufen.

Der oberste Richter, Benoit Iwamba, verkündete das Erbegnis in einem schwer bewachten Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Kinshasa.
Das oberste Gericht wies gleichzeitig die Klage des Herausforderes Bemba zurück, die Partei des Präsidenten habe Wahlbetrug betrieben.
Auf die Verlautbarungen des Gerichts gab es keine unmittelbare Reaktion von Bembas “Bewegung für die Befreiung des Kongo”.
Ein Sprecher der “Alliance for the Presidential Majority”, die Kabila unterstützt, sprach von einer der schönsten Kapitel in der Geschichte des Kongo und rief auf, sich hinter den Präsidenten zu stellen.

Das Ergebnis bedeutet, daß Kabila, dessen Vater 2001 bei einem Attentat umgekommen war, weiter das Land regieren kann, das sich nun von einem fünfjährigen Bürgerkrieg erholen muß.
Die Nachricht rief Jubel bei den Kabila-Anhängern hervor, trotzdem ist die Lage in der Hauptstadt gespannt. Sie gilt als eine Hochburg der Anhänger Bembas.
Letzte Woche kam es zu Protesten der Anhänger des Herausforderers vor dem Höchsten Gericht, in dessen Verlauf das Gebäude in Flammen aufging.
Dauraufhin forderte die Partei Kabilas den Abzug Bemba-treuer Truppen aus der Hauptstadt, um größere Ausschreitungen zu verhindern.

Im Osten des Kongo haben Truppen der Vereinten Nationen einen abtrünnigen General davon abgehalten, die Grenzstadt Goma zu besetzen. Im Moment befindet sich das weltweit stärkste UN-Kontingent – ca. 17.000 Soldaten – in der Demokratischen Republik Kongo, um Ausschreitungen zu verhindern.
Die Präsidentschaftwahlen ziehen einen vorläufigen Schlußstrich unter die fünfjährigen Unruhen, die ca. 4 Millionen Tote gefordert haben.
Quelle: BBC