Französische Luftwaffe attackiert Rebellen

Dezember 1, 2006

Fünf französische Mirage-Jets kamen im Norden der Zentralafrikanischen Republik zum Einsatz, wo tausende Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht sind.

Sie beschossen Stellungen der Rebellen bei Ouadda und N’Dele zur Unterstützung der Regierungs-Armee.
Nach Angaben der Rebellen sind fünf Kämpfer durch die Angriffe umgekommen.
Es ist bereits das zweite Mal in dieser Woche, daß die fränzösische Luftwaffe eingreifen muß.

Nach Berichten der Vereinigten Nationen ist der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik verknüpft mit den Kämpfen im Tschad und im Sudan.
Die Republik grenzt im Norden an beide Länder. Seit dem Ausbruch der Darfur-Krise im Jahr 2003 ist die Region durch ständig aufflammende Kämpfe destabilisiert worden.

Anfang des Monats versprach Frankreich logistische Hilfe für die Zentralafrikanische Republik im Kampf gegen die Rebellen, die bereits mehrere Städte eingenommen haben.

Die Regierung sagte, die Rebellen der Union der demokratischen Kräfte für Einheit (UFDR) operieren vom Sudan aus und werden durch die dortige Regierung gedeckt.

Das französische Truppenkontingent wurde um 100 Mann auf jetzt 300 Soldaten aufgestockt.
Frankreich unterstützt mehrere ihrer ehemaligen Kolonien mit logistischer und nachrichtendienstlicher Hilfe.

Die Rebellen der UFDR sagen, sie kämpfen gegen Korruption und Mißwirtschaft und gegen den amtierenden Präsidenten Francois Bozize, der 2003 in einem Staatsstreich an die Macht kam.

Die Vereinten Nationen berichten, daß ca. 46.000 Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik in den Tschad geflohen sind und weitere 90.000 innerhalb des Landes auf der Flucht sind.

Quelle: BBC


Anschläge in Somalia

November 30, 2006

Eine Autobombe explodierte in der Stadt Baidoa. Mindestens sechs Menschen sind bei dem Anschlag umgekommen. Die Informationslage ist im Moment noch schwankend.
Der Polizei zufolge war es eine verhüllte Selbstmordattentäterin, die an einem Kontrollpunkt die Bombe zündete und auch zwei unbeteiligte Fahrzeuge zur Explosion brachte.

Car Bomb

Bildquelle: BBC

Baidoa ist der Sitz der Interimsregierung. Die Union der islamischen Gerichte (UIC) kontrolliert fast den gesamten Süden des Landes mit der Hauptstadt Mogadishu.

Der President der Interimsregierung, Abdullahi Yusuf, überlebte vor zwei Monaten einen Autobombenanschlag, bei dem sein Bruder zu Tode kam.
Yusuf beschuldigt die islamischen Machthaber, diese bestreiten jedoch jegliche Verantwortung.
Die Angst in Somalia ist groß vor einem ausgedehnten Konflikt der Regierung mit der Union der islamischen Gerichte (UIC).

Im Moment existieren mehere Versionen über die Anschläge.
Der stellvertretende Verteidigungminister Salad Ali Jelle sprach von drei Autobomben, die an verschiedenen Kontrollpunkten detoniert seien und die Fahrer sowie drei weitere Menschen töteten.
Ein lokaler Journalist sah drei Leichen. “Es waren zwei Wagen mit Sprengstoff.”, so der Reporter.
Minister Salad sagte, daß drei der Attentäter gefangengenommen werden konnten, die angeblich ausländische Mitglieder der al-Qaeda seien.
Die UIC bestreitet jede Verbindung zur al-Qaeda, steht jedoch in Opposition zur Regierung und droht ihr mit einem Heiligen Krieg, auch um äthiopische Truppen aus dem Land zu treiben.
Äthiopien unterstützt die Interimsregierung mit miliärischen Ausbildern, bestreitet aber jede Teilnahme an Konflikten.
Die Lage zwischen der UIC und Äthiopien spitzt sich dennoch zu.
Am Donnerstag erließ das äthiopische Parlament eine Resolution, die die Regierung zu allen Schritten gegen eine Invasion der UIC berechtigt.
In der Resolution heißt es, die UIC stelle eine unmittelbare Gefahr für Äthiopien dar.

Quelle : BBC


FIFA startet Programm für Afrika

November 30, 2006

Das südafrikanische Organisationskomitee der Weltmeisterschaft 2010 und die FIFA starten gemeinsam ein Programm, das den völkerverbindenden Sport im Schwarzen Kontinent fördern soll.
Das Programm mit dem Namen “Mit Afrika in Afrika gewinnen” soll die Abwanderung junger afrikanischer Fussballspieler ins Ausland verhindern, so Südafrikas President Thabo Mbeki.

Mbeki

Bildquelle: fifa.com

Das Projekt will neue Strukturen schaffen, um den Sport zu professionalisieren. Es sollen neue Ligen in ganz Afrika organisiert werden, Sportanlagen mit Kunstrasen sollen gebaut werden. Man will die Schiedsrichterausbildung und die sportmedizinischen Möglichkeiten verbessern.
Unterstützt durch die Stiftungen von Nelson Mandela und Bill Clinton, bringt die FIFA und ihre Hauptsponsoren 70 Millionen Dollar für den Zeitraum von 2007-2010 auf.

Quelle: lemonde.fr


Bemba erkennt Wahlniederlage an

November 29, 2006

Der ehemalige Rebellenführer und Herausforderer Jean-Pierre Bemba hat die seine Niederlage in den Präsidentschaftwahlen offiziell anerkannt.
Er bleibe dennoch bei seinen Vorwürfen gegen Präsident Joseph Kabila, dessen Sieg am Montag vom Obersten Gericht bestätigt wurde.
Bemba werde an einer starken Opposition zum Wolhe des Landes arbeiten, erklärte er in seiner Stellungnahme.
Internationale Beobachter sprachen von insgesamt rechtsgültigen Wahlen.
Das Gericht bestätigte die vorläufigen Ergebnisse der unabhängigen Wahlkommission, nach der Kabila auf 58% der Stimmen kommt und Bemba auf 42%.
Kabila bleibt damit im Amt, daß er nach der Ermordung seines Vaters im Jahre 2001 ohne Abstimmung übernommen hatte.
In der letzten Woche protestierten Anhänger Bembas in Kinshasa gegen das Ergebnis. Dabei wurde das Gebäude des Obersten Gerichts in Brand gesetzt.
Die Truppen des Herausforderers wurde daraufhin aus der Hauptstadt verbannt, die als Hochburg Bembas gilt.

Kongo Wahl Verteilung

Bildquelle: BBC

Die Wahlergebnisse zeigen eine Teilung des Landes in beide Lager, der Westen, in dem Lingala gesprochen wird, steht auf Bembas Seite, während sich Kabila im Swahili-sprachigen Osten durchsetzen konnte.
Die amerikanische Organisation Carter Center, die die Wahlen beaufsichtigte, teilte mit, daß auf beien Seiten Versuche der Manipulation stattgefunden haben.

Die Präsidentschaftswahlen sollen dem Bürgerkrieg ein Ende setzen, der seit 2001 das Land verwüstete und insgesamt 4 Millionen Opfer forderte.

Die Wahlen waren Teil eines Friedensabkommens, das 2002 verhandelt wurde und insgesamt neun verschiedene Armeen und Bürgerkriegsparteien miteinbezog.

Durch das Abkommen sollten die Rebellen in die kongolesische Armee integriert werden, aber die Entwicklung findet nur langsam statt. Drei frühere Rebellenführer haben große eigene Schutztruppen behalten.

DIe weltweit größte UN-Schutztruppe – 17.000 Soldaten – bewacht den Friedensprozeß in dem Land.

Quelle: BBC


Kabila gewinnt Stichwahl

November 29, 2006

 

Das höchste Gericht der Demokratischen Republik Kongo hat den bisherigen Amtsinhaber Joseph Kabila in seinem Amt bestätigt.
Das Gericht wies eine Klage des Herausforderers Jean-Pierre Bemba zurück, der das Ergebnis anzweifelte.
Das Wahlkomitee bestätigte die vorläufige Auszählung der Stichwahl als gültig, nach der Kabila 58.05 % erreichte.

Es waren die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit 1960. Nach Beurteilung internationaler Beobachter sind die Wahlen, abgesehen von kleineren Störungen, in gültiger Weise verlaufen.

Der oberste Richter, Benoit Iwamba, verkündete das Erbegnis in einem schwer bewachten Gerichtsgebäude in der Hauptstadt Kinshasa.
Das oberste Gericht wies gleichzeitig die Klage des Herausforderes Bemba zurück, die Partei des Präsidenten habe Wahlbetrug betrieben.
Auf die Verlautbarungen des Gerichts gab es keine unmittelbare Reaktion von Bembas “Bewegung für die Befreiung des Kongo”.
Ein Sprecher der “Alliance for the Presidential Majority”, die Kabila unterstützt, sprach von einer der schönsten Kapitel in der Geschichte des Kongo und rief auf, sich hinter den Präsidenten zu stellen.

Das Ergebnis bedeutet, daß Kabila, dessen Vater 2001 bei einem Attentat umgekommen war, weiter das Land regieren kann, das sich nun von einem fünfjährigen Bürgerkrieg erholen muß.
Die Nachricht rief Jubel bei den Kabila-Anhängern hervor, trotzdem ist die Lage in der Hauptstadt gespannt. Sie gilt als eine Hochburg der Anhänger Bembas.
Letzte Woche kam es zu Protesten der Anhänger des Herausforderers vor dem Höchsten Gericht, in dessen Verlauf das Gebäude in Flammen aufging.
Dauraufhin forderte die Partei Kabilas den Abzug Bemba-treuer Truppen aus der Hauptstadt, um größere Ausschreitungen zu verhindern.

Im Osten des Kongo haben Truppen der Vereinten Nationen einen abtrünnigen General davon abgehalten, die Grenzstadt Goma zu besetzen. Im Moment befindet sich das weltweit stärkste UN-Kontingent – ca. 17.000 Soldaten – in der Demokratischen Republik Kongo, um Ausschreitungen zu verhindern.
Die Präsidentschaftwahlen ziehen einen vorläufigen Schlußstrich unter die fünfjährigen Unruhen, die ca. 4 Millionen Tote gefordert haben.
Quelle: BBC


Herzlich Willkommen!

November 28, 2006

Wie der Name der Seite schon sagt, werde ich hier vor allem politische Nachrichten aus Afrika zusammentragen, die ich im Web oder an anderen Stellen gefunden habe. Die Quelle werde ich dabei immer mitzitieren, damit die Beiträge jederzeit auf ihre Richtigkeit überprüft werden können.

Dahinter steckt ein mein allgemeines Interesse für den grossen Kontinent Afrika, über den zumindest in den deutschen Nachrichten eher selten berichtet wird. Dabei ist das Internet eine grosse Hilfe, hier an reichlich Informationen heranzukommen und zu verwerten.
Ich wünsche viel Spass bein lesen.


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